#70: Baba, Ulrich – und hallo, Anna!

Shownotes

🎉🎙️ Launch Day!
Wir starten Geladen – mit neuer Moderation, nicem Studio und supercoolen Gästen. Damit lösen wir Freitag in der Arena ab, unser Podcast, der bereits 4 Jahre läuft. Deshalb starten wir auch nicht mit Nummer 1, sondern mit 70!

Zum Auftakt begrüßt unsere neue Host Anna Kratki niemand Geringeren als Ulrich Streibl, CEO der oekostrom AG und bisherige Stimme unseres alten Formats Freitag in der Arena. Gemeinsam blicken die beiden zurück auf vier Jahre Podcastgeschichte – auf Highlights, Aha-Momente und Learnings aus über 60 Gesprächen mit Menschen, die unsere Zukunft gestalten.

Was Ulrich vom Podcasten gelernt hat, warum Diskussionen wichtiger sind als Einigkeit – und was Anna mit Geladen vorhat: All das hört ihr in dieser ersten Folge.

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oekostrom

Podcast 70 – Geladen 1 - Anna Kratki, Ulrich Streibl

Transkript

25.06.2025

Intro

Willkommen bei Geladen. Hier kommt die Zukunft zu Wort.

Anna Kratki

Hallo und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge unseres Podcasts. Es ist quasi der Neubeginn, der Auftakt, die Geburtsstunde von "Geladen"! Hier kommt die Zukunft zu Wort. Und nein, ihr habt euch nicht verklickt. Es ist eine neue Stimme, ein neues Gesicht. Ich bin neu hier. Hi, mein Name ist Anna Kratki. Und ich freu mich riesig, dass ich der neue Host von diesem Podcast sein darf. Und ich bin wie immer nicht alleine hier. Wir haben natürlich immer ganz viele spannende Gäste hier bei uns. Und der erste Gast von unserer heutigen Sendung ist jemand, den ihr bestimmt sehr gut kennt. Von der Stimme, vom Gesicht. Denn es ist niemand geringeres als der CEO von oekostrom AG - Ulrich Streibl. Und ein alter Podcast-Hase natürlich. Hallo.

Ulrich Streibl

Hallo, Anna. Schön, dass du da bist. Und schön, dass du unseren neuen Podcast übernimmst. "Geladen". Und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, normalerweise würd ich jetzt sagen: Willkommen bei Freitag in der Arena. Aber ich glaub, ihr könnt alle sehen, wir sind nicht in der Arena. Dort waren wir jetzt für vier Jahre. Und haben für vier Jahre den Podcast gemacht, Freitag in der Arena. Im Wesentlichen die Hildegard Aichberger, meine Vorstandskollegin früher, und ich. Und wir hatten da tolle Menschen zu Gast, es war ein tolles Format. Aber manchmal kommt die Zeit, wo man etwas Neues probieren muss. Und das tun wir jetzt, mit einem neuen Podcast, mit der Anna Kratki. Und der heißt "Geladen". Nochmal willkommen, schön, dass du übernimmst.

Anna Kratki

Vielen Dank. Ich muss gleich sagen, ich stapf da jetzt in große Fußstapfen rein. Und hoff natürlich, die alteingesessenen Ulrich-Fans glücklich machen zu können. Vielleicht kurz zu mir. Wer ich bin, was ich so mach. Wie ich überhaupt hier gelandet bin. Ich bin Moderatorin, Journalistin und Sprecherin. Und hab gefühlt in der Medienbranche eigentlich schon alles durch. Bis auf einen Podcast. Der fehlt mir noch. Deswegen freu ich mich extrem, hier mit dabei zu sein. Ich hab nix gemacht in der Medienbranche, aber einen Podcast. Ja, da schau! Sehr gut. Ja, genau. Also, war beim Fernsehen. Bin aktuell gerade in Karenz, aber sonst auch im Radio zu hören. Und hab Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert. Bin eben auch journalistisch tätig. Hab für den ORF viele Reportagen gedreht. Und merk einfach immer, dass es cool ist, wenn man nebenbei noch etwas macht, was so ein bissl "mehr" ist, was so ein bissl auch einen Sinn hat. Und das ist auch das Spannendste an meinem Beruf, dass ich immer wieder in neue Themen reinkomm. Und da irrsinnig viel selbst auch neu dazu lern.

Ulrich Streibl

Das kann ich bestätigen. Weil Podcast machen - jetzt bin ich ja Laie und hab es nur aus Spaß an der Freud gemacht, und aus Interesse an spannenden Menschen, und einem gewissen Sendungsbewusstsein, das die oekostrom AG hat, immer schon gehabt hat, historisch, und das ich auch ein bisschen habe. Aber es ist tatsächlich so, dass die Pluralität dessen, was man da tut, enorm groß ist. Also, jeder Podcast ist anders, jede Person, mit der oder dem man spricht, ist anders. Und der Verlauf des Podcasts ist eigentlich nie so wie er am Anfang geplant war. Es ist immer was passiert, wo es in eine andere Richtung gegangen ist. Aber meistens eigentlich gut. Es ist, nach meiner Erfahrung, ganz gut, wenn man einen Faden hat. Aber dann ... auch mit dem Fluss des Podcasts geht. Also: Prepare, and go with the flow.

Anna Kratki

Voll. Wir wissen ja alle, dass Nachhaltigkeit ein extrem wichtiges Thema ist. Klimawandel und Co. Ich glaub, das weiß jeder. Ich persönlich finde aber, dass das Thema total oft auch verknüpft ist mit Vorwürfen. Also, dass, wenn man quasi einen Städtetrip nach Rom macht, dass es dann heißt: Ah, du bist geflogen! Oder: Ah, du isst noch Fleisch! Und ich find, das ist ein bissl der falsche Ansatz. Weil ich glaub, dass jeder Mensch seinen Teil dazu beitragen kann. Auch, wenn's nur ein kleines Bisschen ist. Niemand ist perfekt. Und ich hoff, dass wir das mit diesem Podcast schaffen. Dass wir die Leute anregen, dass sie ihr Verhalten hinterfragen. Auf keinen Fall mit einem erhobenen Zeigefinger. Dass sie dann vielleicht auch etwas ändern. Und einen Teil dazu beitragen. Und ich muss sagen, bei mir hat der Podcast auch schon was bewirkt. Weil wir haben eigentlich monatelang dran gearbeitet. Und ich hab jetzt wieder mir ein Gemüsekistl bestellt. Und bin zurückgegangen und hol mir das Gemüse vom Bauern, oder lass es eben liefern. Und ja, das find ich irrsinnig schön. Also, ich find, dieser Podcast soll einfach zum Nachdenken anregen. Und auch sehr komplizierte Themen, weil's einfach manchmal auch sehr kompliziert ist, einfach runterbrechen, damit wir da eben gemeinsam an der Zukunft anpacken.

Ulrich Streibl

Das ist immer unser Anliegen auch, immer in diesem Podcast, zu überlegen, wo ist die Zukunft, wie kann man sie gestalten, wie kann man das auch positiv sehen. Weil du dieses Nachhaltigkeit-schlechtes Gewissen-Verzichtsthema bringst. Das ist etwas, was sich hier über diese vier Jahre eigentlich immer in diesen Podcasts rausentwickelt hat, dass das ein Ansatz ist, der wahrscheinlich kein guter ist. Also nachhaltiges Leben heißt nicht Verzichtsleben. Sondern es heißt einen vernünftigen Umgang mit den Ressourcen, die wir haben. Und das sind die natürlichen Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, die uns dieser Planet gibt. Das sind aber auch soziale Ressourcen, kulturelle Ressourcen. Und das heißt nicht, dass wir diese Ressourcen nicht nutzen dürfen. Wir müssen sie nur in einem Maße nutzen, wie es gesund und vernünftig ist. Und da sind von den Gästen, die im Podcast waren, einfach wahnsinnig viel tolle Anregungen gekommen, wie man die Welt da sehen kann. Und ich hoff, dass das, wenn du übernimmst, sich auch immer widerspiegelt. Weil uns geht's darum, mir geht's darum, der oekostrom AG geht's darum, nach vorne zu denken und positiv zu denken. Weil diese ganze Raunzerei, die wir in Österreich so gerne haben, die bringt uns ja nirgendwo hin. Und eben, wenn du sagst, wir müssen ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir mal in den Urlaub fliegen. Ich glaube, nein, das muss man nicht haben. Man muss es nur anders machen. Wir werden das Fliegen ändern müssen. Das werden wir so, wie's heute ist, nicht tun. Wir werden's technologisch verändern. Aber die Menschen werden immer fliegen. Nachdem man das kann, werden sie's auch tun. Das werden wir nicht ändern.

Anna Kratki

Das stimmt, ja. Du hast es vorhin gesagt, du hast über vier Jahre den Podcast moderiert. Was waren so deine Highlights von den letzten vier Jahren?

Ulrich Streibl

Es gab ganz viele Momente, die überraschen waren. Oder freudvoll, oder auch ärgerlich, oder ungeplant. Und die Highlights waren immer dann, wenn es schwierige Situationen gab. Wenn's glatt gelaufen ist, so wie geplant, dann ist's erstens wenig spannend, auch im Machen des Podcasts - für alle die beteiligt sind. Also in der Podcast-Situation, wenn man spricht, aber auch für die, die's nachher schneiden müssen und bearbeiten und die's dann auch vermarkten. Das kann dann ein bissl fad werden. Wirklich spannend ist es dann, wenn's ein bissl kontrovers wird. Dann wird's aber auch schwierig. Diese Momente waren immer spannend. Oder insgesamt, wenn's in Themen gedriftet ist, die nicht so vorhersehbar waren. Am langweiligsten waren die Podcasts immer dann, wenn wir uns einig waren. Also, wenn eine Gästin oder ein Gast da war, wo die Übereinstimmung sehr hoch war. Das ist zwar vermeintlich einfach, der Podcast, aber er ist auch ein bisschen langweilig.

Anna Kratki

Also du würdest mir auch auf diesen Weg mitgeben, dass dieser Podcast ein Raum ist für Diskussion.

Ulrich Streibl

Unbedingt. Wann lernen wir, wann entwickeln wir uns weiter? Immer dann, wenn wir uns mit anderen Ansichten auseinandersetzen. Wenn man unsere gesellschaftspolitische Entwicklung anschaut, dann gehen wir ja immer mehr in Schienen, wo es homogene Gruppen gibt. Die aber dann miteinander nicht mehr reden oder übereinander, zueinander keine Brücken mehr finden. Das sind ganz extreme Spaltungen. Wenn man sich die USA anschaut, die tatsächlich ... Wer da mal hinfährt: Da gibt's zwei Lager, die reden nicht mehr miteinander. Das sind gesellschaftliche Gruppen, die überhaupt keinen Zugang mehr zueinander finden. Und die Idee, ich glaub auch, das europäische Lebensmodell ist ja so, dass wir durchaus tolerant genug sind, zu sagen, es gibt unterschiedliche Meinungen, Sichtweisen auf die Welt, die sind weitestgehend alle legitim. Solang sie gewaltfrei sind und nicht diskriminierend, sind sie legitim. Und solang sie legitim sind, ist es auch notwendig, dass wir uns damit auseinandersetzen. Auch wenn's mir manchmal nicht gefällt. Deswegen würd ich mir wünschen, dass du Leute findest, wir für dich auch Leute finden, in dem Podcast, mit denen die Diskussion kontrovers ist.

Anna Kratki

Jetzt hast du auch anklingen lassen, dass du extrem viel gelernt hast. Bei diesen Gesprächen eben. Was hast du für dich mitgenommen?

Ulrich Streibl

Das erste, was ich gelernt hab, ist, dass Journalismus ziemlich schwer ist. Das ist kein einfacher Beruf. Weil, wenn man so einen Podcast macht, aus dem Stand, und das nie gelernt hat, da hab ich schon gemerkt, das ist nicht so einfach. Und ich hab mir gemerkt, aus einem Interview mit Armin Wolf, der hat gesagt, wenn er ein ZIB2-Interview führt, dann bereitet er 20-mal so viel vor, wie er in dem Interview braucht. Und ich hab mir gedacht: Na, der übertreibt's ein bissl. Aber es ist tatsächlich so. Ich hab dann auch gelernt, damit es einigermaßen vernünftig läuft in so einem Podcast, hab ich unglaublich viel Vorbereitung betreiben müssen. Und das sieht man dann oft vielleicht auch gar nicht, weil der Podcast läuft dann gut durch, es funktioniert alles. Aber im Hintergrund muss man sich unglaublich viele Gedanken machen, über die Person, mit der man spricht, über Themen, die besprochen werden, wie's dann läuft. Das war schon ein Learning. Journalismus ist durchaus ein Beruf, den man lernen muss. Und der kein einfacher ist.

Anna Kratki

Abseits vom Journalismus, hat's sonst noch Aha-Momente gegeben, wo du persönlich gesagt hast: Boah, das war mir so noch gar nicht bewusst.

Ulrich Streibl

Ganz viele. Ganz, ganz viele. Ganz, ganz viele. Wir hatten eigentlich immer so verschiedene Gruppen da. Das waren die Wirtschaftsleute. Da waren wahrscheinlich die Aha-Momente für mich am wenigsten groß. Weil mit denen hab ich die größte Übereinstimmung. Mit Wissenschaftlern - da war's dann schon ganz anders. Da hab ich unglaublich viel gelernt. Einfach, wenn die erzählt haben ... über ... Und hatte ja verschiedene Wissenschaftler da. Welche, die mehr zu Klima gemacht haben, oder zu Boden, oder zu Umweltverschmutzung oder zu ... allen möglichen wissenschaftlichen Themen. Da war das Aufnehmen von Wissen sehr groß. Das waren wirklich tolle Aha-Momente, wo ich mir gedacht hab: Boah, da hab ich jetzt was gelernt. Das wusst ich nicht. Und wo es für mich am spannendsten war, war eigentlich mit Künstlern. Weil mit denen hab ich die geringste Schnittmenge. Und da einfach zu lernen, was die machen und was die bewegt. Wir haben zum Beispiel was gemacht über die Klimabiennale in Wien. Also Kunst und Klima. Das war unglaublich anregend und spannend. Und ... für mich auch, ja ... ein Learning. Zu sehen, wie denken Künstler über unsere Welt.

Anna Kratki

Ich find das auch total spannend. Das ist mir auch schon in der Recherche aufgefallen, dass Nachhaltigkeit wirklich überall drinnen steckt. Eben auch in Kunst zum Beispiel. Sodass man halt wirklich überall schauen kann, dass man was besser macht.

Ulrich Streibl

Ja, grade da war's so, dass wir dann schon gesehen haben, dass Künstlerinnen und Künstler Treiber sind, der Gesellschaft. Und dass die uns als Gesellschaft durchaus anregen können, nachhaltig zu denken. Weil, was heißt nachhaltig? Weil nachhaltig ist ja nicht immer nur beschützen, das Klima, oder achten, dass nicht so viel CO2 in die Atmosphäre kommt. Das ist ja eigentlich das Einfachste. Das ist ja ... Das haben wir jetzt, glaub ich, weitestgehend alle begriffen. Die, die's begreifen wollen, die haben's auch begriffen. Und die, die's nicht begreifen wollen, die werden's auch nie glauben. Aber die sind eh nicht überzeugbar. Aber das Nachhaltigkeitsthema ist ja ganz, ganz groß. Das geht in die Bildung hinein. Wie schaffen wir es, dass wir unsere nächsten Generationen so ausbilden, dass sie nachhaltig leben können? Dass sie selbst eine Chance haben, sie selbst den Wohlstand erhalten können. Das geht in soziale Kriterien. Wie schaffen wir eine Gesellschaft, die gerecht bleibt. Da gibt's ganz viele Aspekte. Wir haben Nachhaltigkeit in dem Podcast auch immer viel breiter gefasst als nur das Klimathema. Das ist vielleicht auch eine Entwicklung, die sich im Podcast ergeben hat. Auch für mich. Weil natürlich war ja die Idee, wenn die oekostrom einen Podcast macht, dass sie mit Klima und Umwelt beginnt. Mir waren nur dann andere Themen auf einmal wichtig. Auf einmal war ich bei der Wissenschaft, dann bei der Kunst. Und dann sieht man eben, dass da auch die fragen: Wie gestalten wir Zukunft? Und das ist eigentlich für mich immer der Kern der Nachhaltigkeit. Wie gestalten wir Zukunft. Dass das eigentlich in allen diesen Gruppen präsent war. Und da einfach Menschen waren, die wirklich drüber nachgedacht haben, drüber gesprochen haben, wie man Zukunft gestalten kann. Und das find ich spannend. Ich glaub, ich kann dir ... Mir hat's gutgetan, wenn ich mir viel Zeit genommen hab. Neben der Vorbereitung, auch Zeit in dem Moment, wo die Leute da sind. Weil das ist ein Privileg, wenn man mit solchen Leuten sprechen darf. Wir haben die besten Wissenschaftler Österreichs dagehabt. Wir haben die Chefs der größten Unternehmen Österreichs dagehabt. Wir haben die Frau des Bundespräsidenten dagehabt. Wir haben Meinungsforscher dagehabt. Da waren unglaublich spannende Persönlichkeiten. Allein die Tatsache, dass man mit denen ein bisschen Zeit verbringen darf, ist wirkliche in Privileg.

Anna Kratki

Es ist auf jeden Fall ein Privileg. Vielen lieben Dank, dass du heute bei uns bist. Und dass du mit mir jetzt quasi die erste Folge einläutest. Wir haben uns auch ein kleines Ritual überlegt - für den Podcast - den wir am Ende immer mit unseren Gästinnen und Gästen machen. Und zwar: Kurz vor Schluss kommt's zum oekostrom-AG-Kurzschluss. Das bedeutet, ich stell dir jetzt immer zwei Begriffe. Und du darfst dann einfach aus dem Bauch heraus sagen, was für dich eben quasi mehr Bedeutung hat. Und vielleicht auch ganz kurz dazu erklären, warum. Ja?

Ulrich Streibl

Alright.

Anna Kratki

Gut. Kaffee oder Spaziergang?

Ulrich Streibl

Spaziergang. Weil ich ganz, ganz viel denke, und gute Ideen hab, und meinen Kopf sortier, wenn ich draußen bin im Wald und spazieren geh. Da bereit ich zum Beispiel Podcasts vor. Da rennt das durch meinen Kopf. Da überleg ich, was könnt ich fragen, was könnt die Antwort sein. Also, Spaziergang ist immer was Gutes für mich.

Anna Kratki

Chaos oder Ordnung?

Ulrich Streibl

Ordnung. Also ... Chaos ist nicht meine Welt. - Ja. Ich hab's gern geordnet. Am Anfang fängt jedes Denken mit Chaos an. Das kann gar nicht anders sein. Wenn man einen Podcast sich überlegt, oder irgendwas m Privaten oder Businessleben, da wird am Anfang immer Chaos sein. Weil es ganz viele Informationen gibt. Die muss man sortieren. Aber ich bin immer gerne dann an dem Punkt, wo ich sie sortiert hab. Dann weiß ich besser, was ich tun soll.

Anna Kratki

Jetzt bin ich sehr gespannt. Podcast oder Buch?

Ulrich Streibl

Ich würde jetzt sagen: Buch. Hm, das war so ein Thema der letzten Zeit. Da hab ich mir sehr wieder aufs Bücher lesen und aufs Bücher hören verlegt. Eigentlich weg von diesen eher kürzeren Formaten. Podcasts sind meist so 20 Minuten, 30 Minuten. Jetzt bin ich wieder in der Phase, wo ich mir Bücher anhöre. Oder sie lese. Im Moment viel anhör. Weil ich das eben im Wald auch mach. Und dann zum Beispiel ein Buch hör. Jetzt hör ich grad die Biografie von Frau Merkel. Die dauert, glaub ich, 37 Stunden. Das ist dann was. Aber das ist eine tolle Reise auch im Kopf. Mit zum Beispiel so einem Menschen wie der Frau Merkel dann einmal die letzten Jahre durchzugehen. Deswegen, ja, Buch.

Anna Kratki

Mhm. Leise denken oder laut diskutieren?

Ulrich Streibl

Da muss ich beides nehmen. Ich glaube, diskutieren .... Laut diskutieren tu ich selten. Eigentlich nie. Aber diskutieren kann man nur gut, oder kann ich nur gut, wenn ich vorher gedacht hab. Deswegen, es ist irgendwie ... .. leise denken und ... und ruhig argumentieren. Hoffentlich.

Anna Kratki

Letzte Frage: E-Mail oder Anruf?

Ulrich Streibl

Anrufen. Ich mag keine E-Mails. Ich schreibe sie ungern, ich lese sie ungern. Äh, am liebsten red ich mit Leuten. Deswegen bin ich auch meistens im Büro, wenn's irgendwie geht. Ich bin kein großer Homeoffice-Fan für mich, kein großer Teams-Fan und kein großer E-Mail-Fan. Ich mag's gerne, durchs Büro zu gehen, mit den Leuten zu reden. Dann sind die meisten Dinge auch ganz schnell geklärt.

Anna Kratki

Würd ich auch so unterstreichen. Lieber Ulrich, wir sind am Ende angekommen.

Ulrich Streibl

Ich würde dir gerne am Ende diesen Podcast auch übergeben. Ganz offiziell. Und mit dir den Platz tauschen. Also, du übernimmst jetzt mit deinem neuen Podcast. Mit dem neuen Podcast der oekostrom AG. Auch das, was mir viel Freude gemacht hat. Ich wünsch dir ganz viel Freude und ganz viel Erfolg bei diesem Podcast. Und an euch, die ihr zuhört und zuseht ... .. ich hoffe, ihr habt wieder Spaß und Freude an diesem Podcast - jetzt mit der Anna. Ich hoffe, ihr schaut und hört zahlreich zu. Vielen Dank für vier Jahre, die ihr dabei ward. Danke schön. Und alles Gute, Anna.

Anna Kratki

Vielen lieben Dank.

Ulrich Streibl

Und jetzt darfst du meinen Platz übernehmen.

Anna Kratki

Danke dir. Danke sehr. Dann haben wir das vollbracht. Seiten sind getauscht. Ja, du hast eigentlich eh schon alles gesagt, was ich noch sagen wollte. Vielen lieben Dank fürs Zuhören, fürs Zusehen. Dir vielen lieben Dank für die letzten vier Jahre. Und jetzt eben fürs Übergeben. Ich hoff, ich mach das eben genau so gut wie du. Das ist auf jeden Fall mein Anspruch. Und wenn es euch gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn ihr ein Like dalasst oder uns abonniert. Und ich freu mich auf irrsinnig viele spannende Diskussionen, spannende Gäste. Dementsprechend: Wieder einschalten und bis bald.

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